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Fera: Wo Mallorca auf die Welt trifft
Redaktionelle KritikMediterran

Fera: Wo Mallorca auf die Welt trifft

Fera20. März 2026Redaktion

Manchmal betritt man ein Restaurant und weiß sofort: Hier stimmt alles. Das Fera in Palmas Altstadt ist so ein Ort. Versteckt in einem restaurierten Palacete in der Carrer de la Concepció, im Erdgeschoss des Círculo Mallorquín, verbindet sich hier Geschichte mit kulinarischer Avantgarde.

Chef Simon Petutschnig, ein Österreicher mit über zwei Jahrzehnten in Spanien, nennt seine Küche „borderless Mediterranean“: mallorquinische Produkte, japanische Präzision, südostasiatische Aromen. Jeder Teller wirkt durchdacht, reduziert, fast meditativ.

Das Degustationsmenü mit sieben Gängen (149 Euro) eröffnet mit einem Thunfisch-Tartar, präzise geschnitten, mit Ponzu, Avocado und Yuzu. Die Langoustine aus Sóller, Sekunden auf dem Plancha-Grill, dazu Dashi-Sud mit Meeresfenchel — ein Gang, der bleibt.

Das Interieur verdankt sich Besitzerin Sheela Levy: hohe Decken mit Stuck, zeitgenössische Kunst, ein Feng-Shui-Garten, eine private Bibliothek. Die Räume atmen.

Der Service trifft den richtigen Ton: warmherzig, kenntnisreich, nie aufdringlich. Die Kräuter stammen aus dem eigenen Bio-Garten. Dass das Fera noch keinen Stern hat, überrascht jeden. 9,8/10 auf TheFork, Platz 16 von 2.700 Restaurants. Reservierung dringend empfohlen.

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